Shiatsu ist eine eigenständige in sich geschlossene Form der ganzheitlichen, manuellen Körperarbeit.
Die Ursprünge von Shiatsu liegen in traditionellen chinesischen und japanischen Gesundheitslehren.
Ins Deutsche übersetzt bedeutet shi Finger, und atsu Druck.
Druck im Sinne von aufmerksamer, achtsamer Berührung, die mit Fingerspitzen, Handballen, Ellenbogen, Knien oder Füßen ausgeübt wird.
Die Intensität der Berührung wird den Bedürfnissen der KlientInnen angepasst. Die Druckausübung erfolgt mittels Schwerkraft durch Verlagerung des Körpergewichts aus der Körpermitte, dem sogenannten Hara, der behandelnden Person.
Shiatsu wird am Boden auf einer Matte ausgeübt und nutzt auch eine Vielzahl weiterer vitalisierender Techniken wie Dehnungen, Rotationen und Schaukeln. Ergänzend können auch Moxibustion - eine Wärmebehandlung - oder Schröpfen eingesetzt werden.
Das größte Potenzial von Shiatsu liegt in der Vorsorge, der Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Organismus und einer Steigerung des körperlichen Wohlbefindens.

Im Mittelpunkt von Shiatsu steht der Mensch.
Die Lebensenergie Qi fließt in unseren Meridianen und erfüllt uns mit Lebendigkeit.
Zuviel von dieser Energie, zu wenig oder ein gestautes Qi verursachen ein energetisches Ungleichgewicht in unserem Körper, das wir individuell wahrnehmen – etwa als Müdigkeit, als Verspannung, als Nervosität, als Erschöpfung oder Rückenschmerzen.
Im Shiatsu wird der Mensch als Ganzheit gesehen und die vier Ebenen des Seins - spirituelle, mentale, emotionale und körperliche Ebene – werden je nach Bedarf unterstützt.
Die eingehende, energetische Befundung durch den/die Shiatsu-PraktikerIn ermöglicht eine individuelle, auf die KlientInnen zugeschnittene Behandlung.
Je nach Befindlichkeit werden KlientInnen energetisch gestärkt oder aber Blockaden aufgespürt und gelöst. Qi kann wieder leicht und frei fließen. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte des Organismus aktiviert und das körperliche Wohlbefinden wird gesteigert.

Prävention

Shiatsu unterstützt den Organismus dabei in Harmonie und Gleichgewicht zu bleiben. Es ermöglicht tiefe Entspannung oder auch anregende Aktivierung.

Allgemeine Befindlichkeitsstörungen

Shiatsu kann typische Befindlichkeitsstörungen lindern wie z.B. Müdigkeit, Erschöpfung, Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Migräne, depressive Verstimmung, Wetterfühligkeit oder Beschwerden des Bewegungsapparates.

Stärkung der Abwehrkraft

Shiatsu unterstützt bei regelmäßiger Anwendung das Immunsystem.

Unterstützung bei Veränderung

Shiatsu unterstützt bei Umstellungsprozessen oder Umbruchphasen – körperlicher wie seelischer Natur.

Wahrnehmung

Shiatsu hilft, den Körper und seine Signale wieder bewusster wahrzunehmen.

Rehabilitation

Shiatsu kann (nach Absprache mit dem behandelnden Arzt) die Heilung und Wiederherstellung nach Unfällen oder Krankheiten oder Beschwerden des Bewegungsapparates unterstützen.

Frauen

Shiatsu wirkt unterstützend bei der Regulation des Zyklus. Shiatsu ist auch während der Schwangerschaft und als Vorbereitung auf die Geburt geeignet. Shiatsu begleitet Frauen durch die Wechseljahre und führt sie zu Kraft, Stärke und Gelassenheit.

Kinder

Shiatsu hilft Kindern ihr Gleichgewicht zu erhalten und hat sich als Methode bei der Behandlung von Konzentrationsstörungen oder Hyperaktivität bewährt.

Shiatsu Studie
Eine groß angelegte Dreiländer- Studie (Österreich, Spanien, Großbritannien') der „European Shiatsu Federation“ ergab, dass Shiatsu von den KlientInnen als energetisierend, ausgleichend und lösend empfunden wurde. Langfristig zeigte sich, dass Shiatsu Stress, Verspannungen, Haltungsbeschwerden und Rückenprobleme deutlich lindert. Es hilft, Vertrauen in den eigenen Körper und ein besseres Gespür für die eigenen Bedürfnisse zu entwickeln. Daraus erwächst vermehrtes Körperbewusstsein und die Bereitschaft, eigenverantwortlich mit sich selbst und seiner Gesundheit umzugehen.